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Saisonales Trading

Beispiele Saisonales TradingSaisonale Spreads sind eine großartige Möglichkeit für den Handel, da diese auch mit einem Minikonto gehandelt werden können. Der Trader muss nur wenige Minuten in der Woche aufwenden und kann parallel dazu seine eigene Handelsstrategie weiter verfolgen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Handelsspreads ist ihre hohe Gewinnwahrscheinlichkeit.

 

Gibt es diese Möglichkeit wirklich?

Darauf können Sie wetten! Zum Beweis dafür folgen jetzt einige Ihnen bekannte Beispiele:

Verkaufsgewinn beim Trading während der SaisonJetzt ist es Ende Mai. Wir erleben den Kick-off der Grillsaison. Und was ist Deutschlands beliebtester Grillartikel. Die Bratwurst hat die meisten Fans.

Bald folgen die Sommerferien. In dieser Zeit bevorzugen die Familien schnell hergestellte Mahlzeiten. Mageres Fleisch wird viel nachgefragt und Kurzgebratenes. In den drei Ferienmonaten wird dieses Fleisch nun viel gekauft.

Die Landwirte haben in der warmen Jahreszeit die Möglichkeit ihre Tiere mit billigen Frischfutter zu versorgen. Die Tiere werden gemästet und zur Weihnachtszeit haben die Schlachthäuser den Höhepunkt ihrer Produktion an Schlachtvieh. In den Folgemonaten sinkt der Umsatz dort wieder und die Nachfrage steigt erst mit beginnender Grillsaison wieder an. Das geschieht jedes Jahr, die Preise für mageres Schweinefleisch steigen im Mai und Anfang Juni wieder an.

Ein weiteres Beispiel ist Benzin. Sie haben sich sicher auch schon geärgert, das die Benzinpreise an Feiertagen und während der Sommermonate steigen. Kein Wunder, entweder ist der Benzinverbrauch am höchsten oder die Konzerne lassen sich etwas mehr Gewinn in die Kassen spülen. Während der Feiertage und Ferien, an Tagen an denen sie entspannt verreisen wollen, können Wetten darauf abschließen, wann die Benzinpreise wieder ihre Spitzenwerte erreichen.

Und wie wäre es mit Heizöl als Beispiel? Zur kalten Jahreszeit hin oder, wenn diese länger andauert explodieren die Preise förmlich.

 

Und was hat das mit den Finanzmärkten zu tun?

Haben Sie jemals von dem Sprichwort gehört "Sell in May and Go Away?" Dieses Diagramm kann es Ihnen verdeutlichen.

Saisonales Trading des S&P 500

Sie können, die Veränderungen bei der monatlichen Rendite des S&P 500 von Juni bis September sehen. Wie diese saisonalen Veränderungen zum eigenen Vorteil machen? Denken Sie an die oben angeführten Beispiele. Sie könnten nun mageres Schweinefleisch oder Benzin direkt kaufen. Aber der Rohstoffhandel hat so seine Tücken. Wenn das saisonale Verhalten aus dem Gleichgewicht gerät. Meinetwegen durch einen verregneten Sommer, dann besteht die Gefahr, die Preise fallen und steigen nicht wie erwartet an. Handeln Sie dann mit Futures für diese Waren verlieren Sie schnell Ihr letztes Hemd.

 

Die Antwort lautet „Saisonale Spreads“

Betrachten wir die Vorteile von saisonalen Spreads. Wie Sie wissen, haben Terminkontrakte eine definierte Laufzeit. Die Optionen verfallen am Termin. Sie können die Terminkontrakte aber für verschiedenen Verfallsmonate handeln. Bei dem obigen Beispiel können Sie magere Schweinefleisch Futures mit einem Verfallsdatum Juni, Juli, August, Oktober, Dezember, usw. handeln. Beim Handel mit saisonalen Spreads kaufen Sie nun gleichzeitig Terminkontrakte, die in einem Monat auslaufen, und verkaufen Futures-Kontrakte, die in einem anderen Monat auslaufen, wodurch ein "Kalender Spread" gebildet wird.

Zu beantworten gilt es jetzt die Frage: Welche Verfallmonate sollten gekauft und was konkret sollte verkauft werden?

Beim Handel mit Futures, bei denen der Monat, das Ablaufdatum am nächsten ist, zeigt in der Regel die größeren Preisschwankungen gegenüber dem Vormonat als die, die später im Jahr auslaufen. Entwickeln sich die Preise der Ware bullish, kaufen sie den ersten Monat und verkaufen den Folgemonat.

Beim obigen Beispiel würden Sie Juni mageres Schweinefleisch kaufen und im August verkaufen.

Ein großer Vorteil beim Handel mit Rohstoffen unter Beachtung der saisonalen Spreads ist, dass Sie Ihr Risiko reduzieren können.

Wenn die Preise von mageren Schweinefleisch wie erwartet steigen, werden die Preise im Juni schneller steigen als die Preise im August.

Steigen die Preise von mageren Schweinefleisch nicht wie erwartet, und es ergibt sich eine Seitwärts-Entwicklung, dann wird mit Ihrer Position nichts passieren. Sie könnten etwas Geld verdienen, oder Sie verlieren ein wenig.

Allerdings, wenn die Preise von mageren Schweinefleisch fallen, dann würden Sie Geld bei der Juni-Option verlieren, aber Sie schützen sich ja davor, da Sie Geld mit einer August-Position verdienen.

 

 

Die Vorteile nochmal zusammengefasst

Sie können also das Risiko minimieren indem Sie so handeln wie oben ausgeführt. An der Börse werden Sie dafür auch noch belohnt indem das zu zahlende Margin beim Handel mit saisonalen Spreads reduziert ist. Weiterhin sind Sie nicht der Babysitter Ihres Trades, da Sie sich ja abgesichert haben. Sie warten einfach ab, ob ein Stopp Loss oder ein Take Profit erreicht wird. Da eine Saison oft einige Wochen anhält, benötigen Sie nur wenige Minuten pro Woche um die Handelsverläufe zu kontrollieren. Sie können sich über Ihre Chancen informieren und eventuell einen Ausstieg aus dem Handel erwägen. Da Änderungen im saisonalen Verhalten relativ selten sind, liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei über 80%.

Egal, ob Sie neu in den Handel sind oder schon ein Profi, sollten Sie auf jeden Fall dem saisonalen Handel positiv gegenüber eingestellt sein. Das dann vor allem dann, wenn Sie nur ein Mini-Konto oder wenig Zeit haben um das Marktgeschehen zu beobachten.

Ich hoffe, dass diese kurze Einführung Ihr Interesse geweckt. Wenn Sie mehr erfahren möchten, lassen Sie mich es wissen.