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Bazooka die „Südländer“ und die EZB

Bazooka - Geldpolitik-der-EZBDer Euro als Gemeinschaftswährung birgt natürlich auch die Risiken aller Länder, die diese Währung nutzen. Sorgen machen immer wieder die sogenannten Südländer. Sollte es nicht gelingen, diese grundlegend zu stabilisieren hat das natürlich Auswirkungen auf den Euro und für den Trader wichtig, auch auf die entsprechenden Währungspaare. Jetzt aktuell fordern diese „Südländer“ eine Bazooka von der EZB. Wozu diese explosive Waffe?

 

Bazooka die „Südländer“ und die EZB und die Geldpolitik der EZB

Die Geldpolitik der EZB wurde in Folge der Finanzkrise bereits gelockert. Das niedrige Zinsniveau ist ein Indiz dafür. Momentan liegt der Leitzins bei nur 0,25%. Das hat zur Stabilisierung des Kurses der Gemeinschaftswährung beigetragen und für den Trader ist das Kursrisiko kalkulierbar. Aber es ist noch lange nicht alles in Ordnung. Die Länder im Süden Europas haben Probleme die Wirtschaft in Fahrt zu bringen und die Staatskassen sind leer. Deshalb fordern diese Staaten eine weitere Lockerung der Geldpolitik der EZB.

 

 Die Wirtschaft im Süden der Euro-Zone

Die Banken spielen zur Zeit keine gute Rolle. Geld, was sie günstig bekommen, wird nicht als Kredit an die Wirtschaft weiter gegeben. Es kann nicht investiert werden. Die Arbeitslosigkeit im Süden bleibt hoch. Das kann zu einem Risikofaktor für ganz Europa werden, da einmal der soziale Frieden in Gefahr ist und zum anderen eine unerwünschte Abwanderung von Fachkräften diese Länder für die Zukunft zusätzliche Probleme bereiten wird. Daher fordern Politik und Wirtschaft ein härteres Vorgehen der EZB. Die Banken bunkern das Geld bei der EZB oder kaufen Staatsanleihen der kriselnden Länder.

 

 

 Das Risiko Staatsanleihe

Teilweise setzen Regierungspolitiker und Notenbanker aus diesen Ländern scheinbar auf Staatsanleihenkäufe, die noch deutlich über das in Deutschland bereits scharf kritisierte OMT-Programm hinausgehen würden, das Anleihenkäufe nur unter strengen Bedingungen erlaubt. Gleichzeitig gibt es hohe Investitionen der Banken der Krisenländer in eigene Staatsanleihen. Beides wird als Gefahr für die Stabilität des Euros gesehen und sollte vom Trader beachtet werden und in der Handelsstrategie den gebührenden Platz finden. Beim ersten besteht die Gefahr, das die Geldmenge erhöht wird und der Inflation ein kräftiger Schub gegeben wird und beim zweiten gehen die Banken ein mittelfristiges Risiko ein. Die Frage sollte auch erlaubt sein, wie diese Aufkäufe bei dem jetzt kommenden Stresstest für die Banken gewertet werden. Man kann nur hoffen, das hier keine Falschbewertung vorgenommen wird und man sich so ein neues Kuckucksei legt.

Wohin soll also die Bazooka schießen? Ist der erörterte Negativzins die richtige Munition? Werden die Banken dann nicht die Kosten dafür an ihre Kunden weitergeben. Für uns Devisenhändler, Forexianer, eine wichtige Frage. Unsere Fundamentalanalyse wird wohl oft überarbeitet werden müssen und unsere Handelsstrategie nicht weniger. Es heißt einfach dranbleiben.

 

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