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Deflationsmonster gebändigt?

Der Euro fährt einen Zickzackkurs. Er bekam Auftrieb nach einen Ausflug nach unten. Die EZB hält unvermindert an ihrer lockeren Geldpolitik zur Krisenbekämpfung fest. Es gibt aber keine Hinweise auf weitere Zinssenkungen. Weiterhin sind die Inflationsprognosen für den Euroraum aufschlussreich. Und trotz guter Zahlen aus den USA marschiert der Euro in Richtung 1,37 und vielleicht darüber. Wie soll der Trader das nuin bewerten? Hatte er doch mit einem Kursverfall gerechnet.

 

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Abbildung des Kurses EURUSD am 06.12.2013

 

Motive der EZB

Bei der EZB stand nicht der Zinsentscheid im Vordergrund, sondern die aktualisierten Prognosen von EZB-Ökonomen für die Teuerungsrate in der Eurozone. Draghi hat deshalb keine weiteren Signale für Zinssenkungen gegeben. Vor der letzten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) war der Euro unter die Marke von 1,36 US-Dollar gerutscht. Hinweise auf erneute geldpolitische Lockerungen wären ein Signal dafür, das der Euro weiter unter Druck gekommen wäre. Devisenhändler gehen nun davon aus, das daraus weitere Schlüsse gezogen werden können, sobald die EZB das nächste Mal in Aktion tritt.

 

Die Deflationsszenarien

Nachdem die Inflationsrate auf 0,7 Prozent gefallen war, hatte die EZB im November ihren Leitzins gesenkt . Die Zentralbank wollte so dafür sorgen, dass ein Abstand zur Nulllinie gewahrt bleibt. Unter dieser Linie lauert die Gefahr der Deflation. Für Entspannung haben bereits die Inflationsdaten für November gesorgt. Die Verbraucherpreise stiegen mit einer Jahresrate von 0,9 Prozent. Wäre das der Zentralbank nicht gelungen käme es durch die bekannte Kausalkette zu Problemen bei Wirtschaft und Verbrauchern, welche dann einen sehr negative Auswirkungen auf den Wert des Euro hätten. Jetzt glaubt die Fachwelt, das die Abwendung dieser Szenarien erreicht wurden und deshalb der Kursanstieg des Euro am 6. Dezember 2013 die Folge war. Die endgültigen Ergebnisse für November 2013 werden am 11. Dezember 2013 veröffentlicht.

 

Folgen und Entscheidungshilfen für den Trader

Es kann davon ausgegangen werden, das durch die Bannung der Gefahr einer Deflation im Euroraum Spezialisten davon ausgehen, das die Folgen der Eurokrise weiter überwunden werden und Europa sich wirtschaftlich festigt. Trotz positiver Meldungen aus den USA gibt es scheinbar Zweifel für die weiter Stärkung der USA Wirtschaft und der USA selbst. Zumal steht im Januar erneut der Haushaltsstreit in den USA ins Haus. Die Verschuldung der USA nimmt weiter in erschreckendem Ausmaß zu. Das dürfte über Kurz oder Lang Folgen haben.

Die aktuelle Entwicklung beim Währungspaar EURUSD zeigt, wie wichtig es für den Devisenhändler ist ökonomische Fundamentaldaten nicht losgelöst zu betrachten. Fakten müssen weltweit gegeneinander abgewogen werden. Folgen der Entwicklungen in den einzelnen Währungen genau hinterfragt werden. Die Fundamentalanalyse der Trader muss ständig die Bedeutung einzelner Fundamentaldaten hinterfragen um richtige Entscheidungsgrundlagen in der Handelsstrategie zu haben.

 

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