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Euro gibt nach

Trotz der weiteren Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft hat der Euro am Morgen des 18.12.2013 schwach tendiert. Die guten Nachrichten für den Euro haben in seiner Bewertung keinen Niederschlag gefunden. Für den Devisenhändler gilt es nun Ursachen zu finden. War der Euro überbewertet? Haben andere Einflüsse zu dieser Entwicklung geführt?

 

Meinungen vom Forex

Händler gehen davon aus, dass der Druck vom britischen Pfund gekommen sei. Dieses habe zu vielen Währungen eine spürbare Aufwertung erfahren. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3750 US-Dollar und somit weniger als am Morgen. Das britische Pfund erfuhr einen zusätzlichen Schub, nachdem Arbeitsmarktdaten in Großbritannien erneut spürbar besser ausgefallen waren als erwartet. Wie die Statistikbehörde ONS mitteilte, sank die Arbeitslosenquote im Oktober um 0,2 auf 7,4 Prozent. Nun rückt der Schwellenwert von sieben Prozent, ab dem die Bank of England über Zinsanhebungen nachdenken will, schneller als gedacht in Reichweite. Das Pfund legte zu USD und Euro kräftig zu.

 

Blickrichtung USA und Dollar

Im weiteren Verlauf des Tages richtet sich die Aufmerksamkeit klar auf die amerikanische Geldpolitik. Die US-Notenbank Fed wird nach ihrer letzten Zinssitzung in diesem Jahr am heutigen Abend mitteilen, ob sie ihre sehr lockere Geldpolitik zumindest etwas zurück fährt. Ob die Notenbanker diesen ersten Schritt wagen und ihre zur Konjunkturbelebung aufgelegten Wertpapierkäufe zumindest leicht verringern, wird von den Analysten unterschiedlich ausgelegt. Möglicherweise hat der fallende Euro eine Reduzierung bei seiner heutigen Entwicklung impliziert.

 

Für den Euro spricht

Die deutsche Wirtschaft erwartet einen kräftigen Aufschwung im kommenden Jahr. Im Dezember verbesserte sich die Stimmung der führenden Unternehmen nach einem gutem Anstieg im November noch einmal. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte um 0,2 Punkte auf 109,5 Zähler. Das ist der höchste Stand seit über eineinhalb Jahren. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone geht zurück. Das Verbrauchervertrauen erholt sich zunehmend.

Es bleibt ab zu warten, wie die FED Entscheidung ausfällt. Es besteht die Hoffnung, das sich danach eine zuverlässiger Bewertung des Währungen anstellen lässt und der Trader seine Handelsstrategie anpassen kann.