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Euro macht nur Pause

In den letzten Tagen hat der Euro verloren. Das dürfte aber an einem mangelnden Kaufverhalten liegen und nicht durch fundamentale Daten begründet sein. Es dürfte davon ausgegangen werden, dass der Kurs erneut anziehen wird. Dafür stehen handfeste wirtschaftliche Daten in den betreffenden Währungsräumen. Der Profi unter den Devisenhändlern wird sich eher auf seine Fundamentalanalyse verlassen als auf die aktuelle Laune des Marktes.

 

Anleihenkäufe nehmen zu

Die Investoren hatten sich lange zurück gehalten um Anleihen der Peripherieländer zu kaufen. Diese Zurückhaltung weicht nun zunehmend einem Kaufverhalten. Die Investoren kommen zurück. Das bedeutet, eine bessere Finanzierung der Krisenländer, welche zunehmend auch wirtschaftlich Verbesserung erfahren. Das ist ein wichtiger Indikator für den Euro. Der Euro kann bullish gesehen werden.

 

Wirtschaftswachstum im Euroraum

Die Wirtschaft konnte im Punkto Wachstum in den meisten Euroländern nicht Punkten. Mit dem zweiten Halbjahr 2013 beginnend gab es auch auf diesem Feld eine positive Entwicklung. Selbst das schwächelnde Spanien konnte Fortschritte erzielen. Auch stieg die Nachfrage nach Produkten aus der Eurozone aus anderen Wirtschaftsregionen der Welt. Mehr Exporte waren ein wichtiger Bestandteil des Wachstums der Wirtschaft.

 

Tapering in den USA wirkt nur gering

Die Einleitung des Tapering trägt nicht automatisch zur Stärkung des US Dollar bei. Es handelt sich hier um eine Maßnahme die davon ausgeht, das die US Wirtschaft nicht mehr im bisherigen Umfange Geldspritzen benötigt. Ob die Wirtschaft stark genug ist weiter auf Erfolgskurs zu gehen, muss sich erst noch zeigen. Zumal steht auch im Februar der Wechsel an der Spitze der Fed an. Es bleibt ab zu warten, ob von der neuen Führung weitere Impulse zum Tapering kommen oder ob es ein langer Weg wird. Hier werden auch eher positiver Signale für den Euro gesehen als umgekehrt.

 

US Schulden werden teurer

Für die zehnjährigen US Staatsanleihen wurde die drei Prozent Marke überschritten. Das bedeutet, die US Regierung benötigt mehr Geld für den Schuldendienst und es bleibt weniger für die Wirtschaft. Amerika könnte ein griechisches Problem drohen. Ein beschleunigte Drehen der Schuldenspirale. Hier wäre ein Mittel dagegen eine von Schulden befreiende Inflation. Die würde dann jedoch die Binnennachfrage abwürgen. Auch kein gutes Signal für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Mit der Einführung der Schuldenbremse im europäischen Wirtschaftsbereich gibt es hier wenigstens ein erstes kleines Mittel gegen den weiteren Schuldenaufbau.

 

Kapitalbedarf der USA 2014

In diesem Jahr werden erneut 1,2 Billionen US Dollar zur Finanzierung der US Staatshaushaltes benötigt. Woher werden sie kommen? China dürfte mit Sicherheit Vorsicht walten lassen. Die Anleihezinsen liegen unter der Inflationsrate. Welcher US Bürger sollte da zugreifen? Auch hier wird ein Problem für die US Währung gesehen. Die Lösung dürfte interessant werden.

Im Trend könnte man den Euro 2014 wieder auf dem steigenden Ast sehen. Momentan waren die Umsätze sehr schwach, was sich bald wieder ändern dürfte. Ob Euroreserven in das Gold fließen, wie einige Analysten glauben, da der Goldpreis gerade dazu einlädt, wird sich weisen. Devisenhändler können ihre Gewinne so oder so machen. Schön ist es natürlich auf einen guten Trend setzen zu können und nachhaltig Gewinne dabei zu realisieren.