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Bedenkliche Entwicklung

Die Banken in der Eurozone haben ihre Firmenkredite so stark zurückgefahren wie noch nie. Trotz der rekordniedrigen Zinsen sackten die Darlehen im November um 3,9 Prozent zum Vorjahresmonat ab, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am vergangenen Freitag mit. Das ist eine bedenkliche Entwicklung. Welche Auswirkungen könnte diese auf den Euro haben? Was können die Politik und die EZB tun um regulierend einzugreifen?

 

Mögliche Auswirkungen dieser bedenklichen Entwicklung

Stehen der Wirtschaft nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, kann das sich auf Investitionen sehr negativ auswirken. Fehlende Investitionen wirken sich auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Industrien aus. Die Beschäftigungslage der Staaten kann sich negativ entwickeln und auch das Steueraufkommen bekommt ein negative Vorzeichen. Letztgenanntes hat wieder direkte Auswirkung auf das Investitionsvermögen der Staaten und die Neuverschuldung. Um diese Kette nicht in Gang kommen zu lassen ist hier handeln gefragt.

 

Eurowerte

Die Europäische Zentralbank

Die Währungshüter haben den Leitzins schon auf ein Niveau herunter geschraubt, das hier kaum noch gedreht werden kann. Was kann sie also tun, um der Wirtschaft weiter auf die Sprünge zu helfen? Im Gespräch ist ein Strafzins für die Banken, für das Parken von Geldern. Die Gefahr sehen Ökonomen aber darin, das die Banken diese Kosten über Gebühren für andere Bankprodukte sich beim Kunden wiederholen und eine solche Maßnahme daher nicht greifen könnte. Man kann auf die nächste EZB Sitzung gespannt sein, was Mario Draghi mit dem Auffahren seiner Artillerie meinte. Sollte hier nichts gelingen wird das Wachstum in Europa schwach bleiben, was für die Gemeinschaftswährung kein positiver Impuls wäre.

Der Staffelstab liegt bei der Politik

Die Kreditklemme wird 2014 auf der Agenda der europäischen Regierungen bleiben. Die Politik ist am Zug. Weitere Reformen sind vor allem in Frankreich und Italien nötig. Die Folgen der Eurokrise müssen weiter überwunden werden. Aber es darf nicht nur gespart werden. Auch die Staaten sind gefordert zu investieren sowie steuerliche und wirtschaftsfördernde Maßnahmen anzuschieben um Investitionen in der Wirtschaft in Gang zu bringen.

Auswirkungen auf den Devisenhandel

Da nicht nur in Europa diese Probleme bestehen, ist der Trader gefordert zu überprüfen, wie in anderen Währungsräumen, die er über seine Währungspaare in seinem Portfolio hat, mit diesem Problem umgehen. Wo gelingt es besser diesen Sachverhalt zu händeln? Welche Volkswirtschaft hat in dem Bereich die besseren Chancen. Besonders Trader, die auf längerfristige Trends setzen sind hier in der Pflicht. Die Lösung dieses Problems wird sich nicht zwingend beim Daytrader auswirken.

Analysearbeit

Bei der Fundamentalanalyse kommt es auf folgende Daten an, um hier auf dem Laufenden zu bleiben. 1. sind die Leitzinsen in ihrer Entwicklung zu verfolgen. 2. Die Stimmung der Wirtschaft in den Ländern und 3. das Konsumverhalten und die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. Da es sich hier um ein sehr ernst zu nehmendes Problem handelt, wird es mit Sicherheit zu Reaktionen entweder bei der Zentralbank oder den Entscheidungsträgern der Politik kommen. Es gilt also für den Trader Augen und Ohren offen zu halten.

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