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Volatilität am Forex

 

Ein oft mit Interesse beobachteter Wert beim Forex Trading ist die Volatilität. Warum das so ist, was dieser Wert aussagt und welchen Nutzen er für den Trader hat soll nachstehend erörtert werden. Dieser Wert spielt eine wichtige Rolle bei Handelsentscheidungen. Wie man damit arbeitet soll der Leser weiter unten kennen lernen.

 

Begriffsbestimmung

Die Volatilität beschreibt die Schwankungsbreite zwischen Höchst- und Tiefstpreise innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Ohne das Vorhandensein von Volatilität besteht nicht die Möglichkeit Gewinne zu generieren. Bei einer hohen Volatilität dagegen sind die Chance hoch. Mit der Zunahme an Volatilität wächst aber auch das Risiko.

 

Volatilität und der Markt

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Volatilität und dem Marktgeschehen. Bei einer schwachen Nachfrage kommt es kaum zu Bewegungen am Devisenmarkt. Es liegt eine Seitwärtsbewegung vor. Es kann in der Regel kaum eine Trendwende erkannt werden. Aber sobald sich die Marktteilnehmer entscheiden zu kaufen oder zu verkaufen setzt eine Bewegung im Chart ein und die Kurse bewegen sich in einer größeren Schwankungsbreite. Auf dem unten stehenden Bild ist das gut zu erkennen.

Volantilität
 

Am Anfang sind die Candle klein. Die rote Kerze berührt die Unterseite des Bollinger Bands. Ein Kaufsignal wird generiert. Der Kurs beginnt zu steigen und viele Marktteilnehmer folgen diesem Signal. Der Kurs steigt, die Kerzen werden zunehmend Größer und wir haben eine hohe Volatilität. Die Volatilität wird hier mit Hilfe der Bollinger Bänder angezeigt. Sind diese verengt, haben wir eine niedrige Volatilität und bei einer Spreizung der Bänder nimmt die Volatilität zu.

 

Der ATR (Average True Range)

Messbar ist die Volatilität auch mit dem ATR. Ein von Welles Wilder vorgestellter Indikator. Dieser misst die durchschnittliche Kursschwankung der letzten Zeiteinheiten. Die Berechnung erfolgt als Unterschied zwischen dem momentanen Maximum und Minimum (Hoch und Tief), dem Unterschied zwischen dem vorherigen Schlusspreis und dem momentanen Höchstpreis sowie dem Unterschied zwischen dem vorherigen Schlusspreis und dem momentanen Tiefstpreis. Der ATR ist der Durchschnitt der errechneten TR über n Perioden.

ATR VOL
Die rote Linie zeigt den ATR

Mit dem ATR kann der Trader die Volatilität verschiedener Währungspaare miteinander vergleichen. Er bekommt somit die Information, welches Währungspaar für den Handel am lukrativsten ist. Auch für das Setzen des Stopp Loss kann der ATR verwendet werden. Es gilt je größer die Volatilität ums so weiter wird der Stopp Loss gesetzt.

 

Volatilität für den Devisenhändler

Der Wert zeigt dem Händler die Marktaktivität an. Jedoch kann der Trader keine Richtungsentscheidung von diesem Wert ableiten. Dafür bedarf es weiterer Daten und Informationen aus der Technischen Analyse. Volatilität sollte jedoch nicht negativ gesehen werden, da sich mit ihrem Steigen auch das Risiko erhöht. Dem Trader stehen genügend Werkzeuge zur Verfügung um dieses einzugrenzen. Nur bei äußerst extremer Erhöhung der Volatilität ist Vorsicht geboten und möglichst keine Handelsentscheidung zu treffen. Die Volatilität für ein Währungspaar ändert sich ständig. Daher ist es wichtig seinen Arbeitsplatz so zu gestalten, das dieser Wert bei mehreren Währungspaaren gleichzeitig beobachtet werden kann, um immer die besten Chancen auf dem jeweiligen Märkten zu erkennen.

Volatilität ist ein Kernpunkt vieler Tradingsysteme. Sie hilft das potentielle Risiko besser zu erkennen. Erfahrene Trader beziehen diesen Wert bei der Entscheidung über Trade-Größe und Hebel ein um ein erfolgreiches Risikomanagement zu gewährleisten. Anfänger können diesen Wert nutzen um das Risiko zu Beginn nicht zu groß zu wählen.