«

»

Verlustmanagement am Forex

Beim Traden am Forex werden Verluste gemacht. Das ist normal. Das liegt am Risiko, das sich leider nicht weg loben lässt. Aber warum machen gerade Anfänger so viele Verluste? Warum verlieren diese oft ihr gesamtes Handelskapital? Wo liegen die Ursachen dafür. Was können bereits Anfänger gegen ein schlechtes Verhältnis zwischen Gewinn und Verlust unternehmen? Lesen Sie einige Vorschläge im nachfolgendem Artikel.

 

Wissen und Erfahrungen

Im Internet finden Sie leider auch Anbieter, die dem Trader suggerieren, das der Devisenhandel ohne Probleme funktioniert. Statt auf Ausbildung zu setzen, beginnen die Anfänger zu traden ohne jedes Grundwissen und mit Null Erfahrungen. Es sei jedem Neuling dringend geraten sich Wissen an zu eignen. Wissen über die wichtigsten Grundbegriffe und Regularien vom Devisenhandel und den Daten, die diesen beeinflussen. Erfahrungen kommen mit der Zeit. Um vor dem „scharfen“ Handel schon einmal den Chart, die Entwicklung von Trends und die parallelen Verläufe von Indikatoren und Oszillatoren zu beobachten, kann ein Demo Konto benutzt werden. Er kann mit strategischer Arbeit beginnen.

 

Die Trading Strategie

Ich habe einen Plan, so Egon Olsen. Auch der Trader braucht einen. Traden will vorbereitet sein. Für den Handel am FX Market benötigt der Trader Strategie und Taktik. Der Devisenmarkt ist groß und bietet viele Möglichkeiten. Was will der Trader generell und wie soll der konkrete Handelstag ablaufen? Grundsätzliche Fragen sind die Märkte, die gehandelt werden sollen, mit welchem Zeithorizont er in den Handel geht und wie viel Geld investiert wird. Für den Handelstag herunter gebrochen ist es die Frage nach dem Währungspaar, dem Index oder Rohstoff. Soll ein Trend getradet werden oder ist Scalping angesagt. Wie ist das Chancen Risikoverhältnis am Handelstag. Daraus resultieren Positionsgröße und Hebel. Um das alles festlegen zu können geht eine Analysearbeit voraus. Fundamentale Daten und charttechnische müssen eingeholt und ausgewertet sein, ehe man das konkrete Tagesziel bestimmt.

 

Taktische Feinheiten

Für jeden Trade gilt abhängig von der konkreten Marktlage und der Kursentwicklung in der jüngsten Vergangenheit taktisch richtig zu entscheiden, was den Einstieg aber besonders auch das Schließen des Trades betrifft. Hier geht es um das Setzen der Marken für das Beenden des Trades, sobald er im gewissem Umfang in die Verlustzone läuft. Dafür gibt es den Stop Loss und dem Glattstellen des Trades, sobald ein als realistisch angesehenes Gewinnlevel erreicht ist. Das Setzen des Take Profit. Fehlen diese Marken, dann kann das für den Trader sehr verlustreich enden. Zu diesen taktischen Überlegungen gehören auch die Bestimmung von Positionsgröße und Hebel. Schätzen die Trader die Entwicklung als sicher ein, es liegt ein stabiler Trend vor, dann wählen sie schon mal etwas größere Positionen und versuchen sich mit einen kräftigen Hebel. Einem Anfänger sei davon abgeraten. Übung macht den Meister!

Handelssablauf
 

Die Handelsplattform

Mit Hilfe der Handelsplattform eröffnen Trader ihren Handel, setzen die Marken und beobachten die Marktentwicklung. Was aber auch beobachtet wird sind die offenen Trades. Der Markt ist ruhig, es geschieht nichts, da kann man ja noch schnell ein paar Trades eröffnen. Man hat ja Zeit. Aber plötzlich gibt es Bewegungen und der Trader hat so viele Positionen geöffnet, das er vollkommen den Überblick verliert und Geld verliert. Also nie zu viele Trades öffnen und von jedem Handelspaar nur einen.

 

Die Verlustposition

Einen Gedanken mehr soll der Position gewidmet sein, die in die Verlustzone läuft. Der Trader hat keinen Stop Loss gesetzt und die Position erwirtschaftet immer mehr Verlust. Was tun? Schließen ist die Antwort und zwar rechtzeitig. Nicht nur das wertvolles Handelskapital für andere Chancen verloren geht, nein diese Position frisst die verfügbare Margen auf. Es kann soweit kommen, das Geld nachgeschossen werden muss oder das das gesamte Handelskapital den oft genannten Bach herunter geht. Es tut weh Verlust zu machen. Aber es schmerzt ungemein, wenn das ganze Geld futsch ist.

 

Der innere Schweinehund

Tausend gute Ratschläge aber bei mir wird es schon laufen. Ist der Plan auch noch so gelungen, so verträgt er Änderungen. Man findet tausend Gründe dafür Dinge zu entschuldigen, die man tun will und tut, obwohl man es eigentlich besser weiß. Hier fehlt die Disziplin. Ohne Vorbereitung geht man nicht in den Handel. Ohne das Setzen von Marken lässt man den Trade nicht laufen. Ist nichts los am Markt, dann wird eben nicht gehandelt. Verluste dürfen nicht ins Uferlose laufen. Der Handel am Forex erfordert 100% Ausdauer und Disziplin. Persönliche Fehler sind die Hauptursache für das Versagen am Devisenmarkt.

 

Das Geld

Geld wird gebraucht und verbraucht. Sie verbrauchen es beim Eröffnen des Trades. Die Handelsplattform zeigt dann erst mal ein MINUS an. Das ist der Spread. Den muss der Trader erst mal erwirtschaften, bevor es in die Gewinnzone geht. Broker haben unterschiedliche Spreads für die einzelnen Währungspaare. Also Augen auf bei der Brokerwahl. Das andere Thema ist das Verwalten des Geldes und der Einsatz von Geld. Genannt wird das Money Management und ist sehr wichtig um erfolgreich zu werden. Die bereits oben angesprochene Positionsgröße fällt mit in diesen Bereich aber auch wie viel Prozent des Handelskapitals überhaupt für Positionen genutzt werden. Der Anfänger sollte pro Position nie mehr wie ein Prozent einsetzen und immer über fünfzig Prozent stehen lassen. Sicher ist sicher! Wenn der Trader gierig wird, hat er meist schon verloren.

 

Fazit

Zeit ist Geld. Zeitlassen bringt Geld. Der Anfänger sollte sich ausreichend vorbereiten, bevor er den ersten Handel eingeht. Sobald die ersten Trades laufen, nur wenige eröffnen und diese genau beobachten. Wie entwickeln sich Trends, wann kippen sie, Was kann man am Chart ablesen? Mit diesen Erfahrungen eine Strategie aufbauen und diese immer mehr besser machen. An die oben genannten Tipps halten. Von einem Fehlschlag nicht entmutigen lassen.